+++ vita +++

anke glasmacher: geboren 1969 in bensberg, aufgewachsen im bergischen land. studium der germanistik, philosophie und pädagogik an den universitäten bonn und köln, weiterbildung an der drehbuchschule berlin (drama, kurzfilm). lebte nach dem studium viele jahre in berlin. heute wohnt und arbeitet sie in köln. 

2018 erscheint ihr neues buch "obstkistenpunk" (short stories, elif verlag); zuletzt erschienen die lyrikbände „zwanzig / vierzehn. ein nachrichtenjahr“ (2015, elif verlag) sowie „brot und spiele“ (2014, elif verlag). darüber hinaus seit 1987 regelmäßig veröffentlichungen in anthologien und literaturzeitschriften. 

preise und auszeichnungen: 2017/2018 förderung durch das programm „werkproben“ der kultursekretariate NRW, 2013 preisträgerin beim lyrikwettbewerb postpoetry.NRW, 2000 preisträgerin beim campus-lyrik-wettbewerb des berliner tagesspiegel. 

anke glasmacher ist mitglied in der gesellschaft für literatur NRW (Lit.NRW) sowie im literatur-atelier köln.

 

+++ zwischen den zeilen +++


1999 in bonn das licht ausgemacht und widerwillig nach berlin gereist. und geblieben.

2000 nicht durch das heilige tor in rom sondern durch kanadische wälder gestreift. im prenzlauer berg noch echte weltkriegseinschusslöcher in der hauswand gehabt und in der nacht zwei blumenkästen verloren, weil der balkon von oben abgebrochen ist.

zwei wellensittiche begraben.

von christoph schlingensief ein ständchen zum geburtstag gesungen bekommen.

dreimal im 'moma in berlin' gewesen und jeweils nur 30 minuten angestanden. dauerhaft berlinale inhaliert. mit dem photoapparat durch europäische hauptstädte gezogen. in brandenburg lost places gefunden. mit ersten bildern in einer ausstellung vertreten. der bürgerrechtsstadtsozialpolitik auch in der lyrik treu geblieben. 

seit 2009 immer wieder nach new york gereist. viele stunden im bryant park verbracht. im orginal-moma gewesen. mich um eine green card beworben. ohne green card dem rheinischen heimweh nachgegeben. einen gestrichenen prenzlauer berg hinterlassen. seitdem irgendwie ortslos. 

nenne als beruf: äh, lyrikerin. hoffe, eines tages das „äh“ weglassen zu können. 

immer noch sehnsucht nach new york.